Anschlagmittel

Anschlagmittel

Anschlagmittel aus dem Bereich der Hebetechnik stellen eine Verbindung zwischen dem Hebezeug (z.B. für Krane) und der zu hebenden oder zu bewegenden Last her. Anschlagmittel können Rundschlingen, Hebebänder, Ketten (Güteklasse 8+10), Seile und auch Zubehör, z.B. Schäkel oder Haken sein. Auf allen Teilen muss die höchstzulässige Traglast deutlich lesbar angegeben sein, um eine Überbelastung zu verhindern.

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Wichtige Sicherheitsrichtlinien und Vorschriften

 

Die Anschlagmittel müssen für ihren Einsatzzweck richtig dimensioniert sein. Das heißt der Anwender muss wissen, welche maximale Last beim Einsatz auftreten wird, und eine entsprechende Auswahl des richtigen Lastaufnahmemittels treffen. Vor dem Gebrauch ist eine Sichtprüfung auf Verschleiß oder Abnutzung des Teiles notwendig. Des weiteres dürfen Anschlagseile, Gurte und Rundschlingen nicht ungeschützt über scharfkantige Lasten gezogen werden.

 

Die Anschlagkette kann bei scharfkantigen Lasten ohne Kantenschutz eingesetzt werden, jedoch ist dabei eine 20%ige Reduzierung der Tragfähigkeit zu berücksichtigen oder man wählt den nächstgrößeren Kettendurchmesser. Ansonsten muss ein passender Kantenschutz verwendet werden. Eine scharfe Kante liegt dann vor, wenn der Kantenradius des Hebezeuges kleiner ist als die Nenndicke der Anschlagketten. Zusätzlich ist eine kurze Prüfung von verwendeten Anschlagpunkten sinnvoll.

 

Bei mehrsträngigen Kettengehängen (wie auch Gehänge aus Seil, Gurt oder Rundschlinge) ist der Tragfähigkeitsverlust durch die Strangspreizung (maximal 120° Spreizwinkel) zu berücksichtigen. Bei viersträngigen Gehängen dürfen nur drei Stränge als tragend angenommen werden.

 

Grundsätzlich gilt: Zurrgurte sind nicht als Anschlagmittel zulässig - sie dürfen nur zur Ladungssicherung verwendet werden!

 

Richtige Lagerung und Aufbewahrung:

Die Lagerung von Anschlagmitteln sollte trocken und luftig sein, bei Kontakt mit salzhaltiger Feuchtigkeit muss eine entsprechende Reinigung vorgenommen werden. Salzkristalle können gerade bei Hebebändern und Rundschlingen nach Abtrocknung eine Gewebezerstörung verursachen. Eine Qualitätskontrolle muss einmal im Jahr durch einen Sachkundigen durchgeführt und dokumentiert werden. Beschädigungen wie Drahtbrüche, Gewebeeinschnitte oder abgenutzte Kettenglieder sowie fehlende Tragfähigkeitsmarkierungen können dann zur Ablegereife führen. Verschiedene Hersteller bieten entsprechende Prüfungen mit Prüfdokumentationen direkt beim Kunden vor Ort an.

 

Anwendung in der Praxis: Für den Anwender sehr nützliche Informationen finden sich in den entsprechenden Vorschriften der Berufsgenossenschaft: Auszug BGR 500 - Kapitel 2.8: Betreiben von Lastaufnahmeeinrichtungen im Hebezeugbetrieb (ehemals VBG 9a). Auch z.B. die Feuerwehr schult ihre Mitarbeiter unter Berücksichtigung dieser Vorschrift. Insbesondere unter Punkt 3 dieses Kapitels ist die Auswahl, der Einsatz und die Kontrolle ausführlich beschrieben.

 

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